Zyklus & Seele
Stimmungsschwankungen sind normal!
Der Zyklus kann beeinflussen, wie eine Frau sich fühlt. Viele Frauen erleben Monat für Monat die seelischen Schwankungen im Zyklusverlauf.
Verantwortlich dafür sind die Geschlechtshormone, welche den weiblichen Körper wogenartig in Zyklen von etwa 28 Tagen überschwemmen und so ein hormonelles Auf und Ab erzeugen.
Die Seele in der 1. Zyklushälfte
Die erste Zyklushälfte ist geprägt von einer Leichtigkeit und die Östrogene erzeugen bei Frauen im fruchtbaren Alter ein Gefühl des Wohlbefindens und der Zufriedenheit. Es ist eine ingesamt positive Lebenseinstellung wahrnehmbar.
Schwierigkeiten werden konstruktiv gelöst und aufgeschobene, unliebsame Erledigungen gegen leichter von der Hand.
Sie sind leistungsfähig und haben Energie.
Gewichtsabnahme im Zyklusverlauf
Apropops Leichtigkeit: fast alle Frauen wiegen auch nach der Menstruation weniger, weil mit dem Absinken der Eierstockhormone auch Wasser aus dem Gewebe geschwemmt wird.
Bei vielen Frauen wird die Haut schön und die Poren werden in dieser Zyklusphase feiner.
Auch der Schlaf ist erholsamer, er wird oft als besonders angenehm und ungestört empfunden.
Sie haben eine steigende Lust auf Sex
Die Lust auf Sex steigt in diesem Zeitraum stetig an, die Psyche unterstützt den Körper genau dann, wenn alles für die Empfängnis eines Kindes vorbereitet ist. Frauen können kurz vor dem Eisprung viel genauer und intensiver Gerüche wahrnehmen und sind auf diese Weise mit der Fähigkeit ausgestattet, den Partner mit den richtigen Genen zu finden - den der Geruch verrät viel über die genetische Konstellation eines Menschen.
Die psychische Balance in der 2. Zyklushälfte
In der 2. Zyklushälfte nach dem Eisprung fühlen sich viele Frauen verletzlich und insgesamt wird alles drumherum dunkler und schwerer empfunden. Die alltäglichen Aufgaben können als belastend empfunden werden, Probleme beschäftigen mehr und schnell tritt Überforderung ein.
Auch Sie werden schwerer
Auch der Körper wird jetzt zunehmend schwerer, denn die steigenden Mengen an Eierstockhormonen die nun vom Gelbkörper ausgeschüttet werden, regen das Gewebe zu Wassereinlagerungen an. Es sammelt sich vorrangig in der unteren Körperhälfte, was für schwere Beine, Aufgedunsensein und Unbeweglichkeit verantwortlich ist.
Hautunreinheiten nehmen jetzt zu und wir haben häufig das Gefühl, schneller, mehr und unangenehmer zu schwitzen.
Wenn der Heißhunger kommt...
Zum Ende der 2. Zyklushälfte kann öfters ein sinkender Serotoninspiegel beobachtet werden - der Heißhunger auf Zucker nimmt zu.
PMS (prämenstruelles Syndrom)
Zirka 21 bis 28 Tage nach der Menstruation sinkt der Östrogenspiegel abrupt ab. Es werden schwere Entzugserscheinungen ausgelöst, die man als prämenstruelles Syndrom (abgekürzt PMS) bezeichnet.
Die stärkste seelische Veränderung oder Belastung nehmen Frauen an den Tagen direkt vor Einsetzen der nächsten Menstruation wahr. Auch der 1. und 2. Regeltag ist häufig noch von diesem seelischen Ungleichgewicht betroffen. Viele Frauen fallen geradezu in ein schwarzes Loch, sie sind niedergeschlagen, traurig und depressiv. Eine von 25 Frauen macht durch die Hormonschwankungen eine regelrechte Persönlichkeitsveränderung durch.
Diese Phase wird häufig als Leistungsknick bezeichnet, denn viele Frauen leiden in dieser Zeit unter Unkonzentriertheit, ein Gefühl von Abgeschlagenheit und die Müdigkeit nimmt stark zu. Häufig fühlen sie sich kraftlos und leer. Frauen gelten in dieser Zyklusphase direkt vor der Menstruation als kompliziert, zickig, überreizt, empfindlich und aggressiv. Wer kennt nicht den verbreiteten Ausspruch von Männern "Hast Du Deine Tage?" als letztes Mittel, um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Kräuter & Tee in der richtigen Dosierung können bei PMS sanfte Hilfe bieten.
Tipps für den Umgang mit dem Gefühlschaos:
Legen Sie wichtige Termine lieber an den Anfang ihres Zyklus. Unter dem Einfluss von Östrogen sind Sie belastbarer und ihr Denkvermögen ist geschärft.



