Hormonelle Verhütung
Im Jahr 2006 feierte die Pille Ihren 45. Geburtstag. Sie ist besonders bei jungen Frauen sehr beliebt und häufig das Verhütungsmittel in der ersten festen Partnerschaft.
Die hormonellen Verhütungsmethoden zählen zu den sichersten Methoden, da sie entweder den Eisprung an sich oder die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter unterdrückt.
Genau das ist allerdings auch der große Nachteil, denn auf diese Weise nehmen Sie der Frau die Möglichkeit ganz natürlich mit sich im Einklang zu leben. Dem Zyklus wird sein Herz genommen und die körperlichen Abläufe finden nicht mehr im individuellen Rhythmus der Frau statt, sondern nach einem vorgegebenen Takt aus der Pillenpackung.
Der Frau wird ein Scheinzyklus suggeriert, der 28 Tage lang ist und danach setzt eine Blutung ein, die aus medzinischer Sicht keineswegs notwendig ist und als Entzugsblutung bezeichnet wird.
Welche Formen der hormonellen Verhütung gibt es:
- Pille
- Hormonspirale
- Verhütungsstäbchen
- Dreimonatsspritze
- Verhütungsring
- Verhütungspflaster
Freiheit zu einem hohen Preis
Hormonelle Verhütungsmethoden ermöglichen die Freiheit sich nicht mit sich selbst, dem eigenen persönlichen Rhythmus und dem Thema Fruchtbarkeit auseinandersetzen zu müssen.
Dafür lastet die Verhütungsfrage und die Verantwortung nur auf den Schultern der Frau. Sie muss dafür bereit sein ggf. Nebenwirkungen oder zukünftige Beeinträchtigungen Ihrer Gesundheit in Kauf zu nehmen.
Da die hormonellen Verhütungsmethoden hochwirksame Substanzen enthalten, können Sie das komplette Zusammenspiel der Organe beeinflussen.
Mögliche Nebenwirkungen auf einem Blick
- Gewichtsveränderung
- sexuelle Lustlosigkeit - Verlust der Libido
- Stimmungsschwankungen und Depressionen
- Steigerung des Risikos für thromboembolische Komplikationen (Herzinfarkt, Lungenembolie, Schlaganfall, Blutgerinselbildung)
- Kopfschmerzen bis hin zur Migräne
- Erhöhung des Blutdrucks
- Zwischenblutungen
- Steigerung des Risikos für bestimmte Krebsarten
- vermehrter Haarwuchs
- Hautprobleme
Sexuelle Lustlosigkeit als Nebenwirkung
Zwar ist der ungehinderte Geschlechtsverkehr allzeit und überall möglich, aber wissenschaftliche Studien berichten immer wieder davon, dass hormonelle Verhütungsmethoden das sexuelle Lustempfinden (die Libido) beeinträchtigen können und rund 30% der Pillen-Anwenderinnen sollen davon betroffen sein.
Frauen, die an sexueller Lustlosigkeit leiden, sollten daher die hormonelle Verhütung wenigstens für eine Weile absetzen, um zu testen ob sich das Lustempfinden ohne den Einfluss von Hormonen wieder auf natürliche Weise reguliert.
Sie sollten die Pille nicht einnehmen wenn...
- es eine Thromboseneigung in der Familie gibt
- bei thromboembolischen Erkrankungen (Venenthrombose, Schlaganfall, Herzinfarkt)
- Erkrankungen der Blutgefäße
- Bluthochdruck
- Durchblutungsstörungen
- akute oder chronische Lebererkrankungen vorliegen
- bei Störungen der Gallensekretion
- Lupus erythematodes (Autoimmunkrankheit)
- schwerer Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- erhöhte Triglyzeridwerte im Blut (z.B. Cholesterin)
- angeborene Blutgerinnungsstörung
Wie lange hormonell verhüten?
Mit zunehmenden Alter nehmen die mit hormonellen Verhütungsmethoden verbundenen Risiken zu. Nur ein Drittel der Pillen-Anwenderinnen bleiben langfristig bei dieser Methode. Lesen Sie mir zu den Gründen.
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Hormonelle Verhütung & Rauchen
Die hormonelle Verhütung und Rauchen ist eine sehr ungesunde und kritische Kombination. Lebensbedrohliche Krankheiten können daraus resultieren. Lesen Sie hier, welche gesundheitliche Beeinträchtigungen daraus resultieren können.
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