Chlamydieninfektion
Chlamydien - die heimliche Seuche
Besonders Frauen leiden oft unter Chlamydien. Da die Früherkennung sehr schwierig ist und eine Chalmydieninfektion lange Jahre ohne Symptome vor sich hin brüten kann, tragen mehr Menschen diese Bakterien in sich, als sie wissen.
Besonders junge Mädchen sind anfällig, da das Immunsystem der noch nicht ausgereiften Geschlechtsorgane noch nicht fit genug ist. Laut einer Berliner Studie sind zwischen 10 bis 20% der 17 jährigen Mädchen infiziert.
Chlamydien bekommt man ...
durch ungeschützen Geschlechtsverkehr. Auch infizierte Hände können die Bakterien übertragen, zum Beispiel in die Augen. Eine Bindehautentzündung kann somit ein Symptom für Chlamydien sein.
Risiko weiterer Geschlechtskrankheiten steigt
Wer unter Chlamydien leidet (evtl. sogar ohne es zu wissen) ist auch stärker gefährdet, sich weitere Geschlechtskrankheiten einzuhandeln. Durch den Infekt sind die Schleimhäute geschwächt, wodurch eine Erkrankung an weiteren, unliebsamen Geschlechtskrankheiten erhöht ist.
Chlamydien-Symptome
Zeigt eine Chlamydieninfektion ihre Symptome, sind diese oft ausgeprägt. Jedoch überschneiden sie sich mit den Anzeichen anderer Krankheiten.
- Erbrechen und Übelkeit, gemeinsam mit einem vaginalen Infekt
- Kontaktblutungen beim Sex
- gelbklebriger Ausfluss (vermehrt)
- bei Befall der Zervix: vermehrter Ausfull/unüblicher Ausfluss
- Schmerzen im unteren Bauchbereich (von vage bis beißend)
- Schmerzen beim Urinieren
- Vermehrter Harndrang
- irreguläre Menstruationsblutungen
Gefahr der Eierstockentzündung
Chlamydieninfektionen lösen oft Eierstockentzündungen aus.
Eine schwedische Studie besagt, dass pro Entzündung die Gefahr von Unfruchtbarkeit drastisch ansteigt. Bei der ersten sind es 15% und bei der dritten Entzündung schon 50%.
Chlamydien werden begünstigt durch ...
- starkes Rauchen
- Mangelernährung
- Hormonstörungen druch Essprobleme
Chlamydientest für beide Partner
Wenn Sie Chlamydien haben, muss sich auch Ihr Partner testen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie sich nach einer erfolgreichen Behandlung mit Antibiotika schlichtweg erneut anstecken. Solch eine Behandlung von Chlamydien ist in einem großteil der Fälle erfolgreich und trägt keine Folgeschäden mit sich. Schon entstandene Schäden können jedoch nicht wieder behoben werden.



